1953 lanciert, nimmt die Rolex Turn-O-Graph einen einzigartigen Platz in der Geschichte der gekrönten Manufaktur ein: Sie war die erste Rolex in Serienfertigung, die eine drehbare Lünette trug – wenige Monate vor der legendären Submariner. Die von 1959 bis 1977 gefertigte Referenz 1625 ihrerseits stellt die dritte Generation der Turn-O-Graph dar, jenes wenig bekannten, aber historisch entscheidenden Modells.
Ende der 1950er Jahre adoptiert die Flugvorführstaffel der US Air Force, genannt die „Thunderbirds“ oder Donnervögel, offiziell die Rolex Turn-O-Graph wegen ihrer praktischen Qualitäten. Die drehbare Lünette ermöglicht es den Piloten, Flugzeiten bequem zu messen und schnelle Navigationsberechnungen durchzuführen. Rolex kapitalisiert diese prestigeträchtige Assoziation und vermarktet das Modell unter dem Namen „Thunderbird“ auf dem amerikanischen Markt, und schafft sogar eine Sonderedition in massivem Gold mit dem Abzeichen der Staffel auf dem Zifferblatt.
Die Referenz 1625 unterscheidet sich durch ihre einzigartige Positionierung innerhalb der Rolex-Reihe: weder ganz „Tool Watch“ wie die Submariner noch rein elegant wie eine klassische Datejust, verkörpert sie ein Gleichgewicht zwischen Sportlichkeit und Raffinement. Das 36 mm große Oyster-Gehäuse, identisch mit jenem der Datejust, wird durch eine bidirektional drehbare Lünette in Gelbgold mit ihrer 60-Minuten-Skalierung und ihren charakteristischen Rändelungen ergänzt, welche die Handhabung erleichtern.
Unser Exemplar, gefertigt 1971 (Seriennummer 2687xxx und Gehäuseboden graviert I.71 für eine Produktion im ersten Quartal 1971), präsentiert ein sehr schönes glänzend schwarzes „T SWISS T“-Zifferblatt, mit abgesenkten Rändern, sogenannte „Pie-Pan“. Diese intensive Farbnuance bildet gemeinsam mit den applizierten goldfarbenen Baton-Indizes einen bestechenden Kontrast. Die Inschriften „SUPERLATIVE CHRONOMETER / OFFICIALLY CERTIFIED“ erinnern an die Chronometerzertifizierung des Kalibers 1575 (Basis 1570), das dieses Stück antreibt. Es handelt sich um eines der berühmtesten und bewährtesten Rolex-Werke, das von der zweiten Hälfte der 1960er Jahre bis Anfang der 1980er sämtliche großen Modelle der Krone-Manufaktur – mit Ausnahme des Cosmograph Daytona – bestückt hat. Zuverlässig, robust, präzise, leicht zu warten und zu reparieren: Es verkörpert die Art und Weise, wie Rolex seine Kaliber konzipiert.
Der Gehäuseboden ist „F. ARANA“ graviert, aller Wahrscheinlichkeit nach der Name des ersten Besitzers der Uhr. Wir haben uns entschieden, diese sehr schöne Datejust Turn-O-Graph mit dieser persönlichen Dimension anzubieten, die von ihrer Geschichte zeugt – gleichwohl kann ihre Entfernung unter besten Voraussetzungen auf einfache Anfrage des künftigen Besitzers hin erfolgen.
Die bicolore Konfiguration aus Stahl und Gelbgold ist zur Entstehungszeit unseres Exemplars populär – und zählt zu den Signaturen von Rolex. Vielseitig ermöglicht sie es der Uhr, sich ebenso einer lässigen Kleidung wie einem formellen Anzug anzupassen, und verkörpert den „go-anywhere, do-anything“-Geist der Datejust. Der Kontrast zwischen dem gebürsteten Stahl des Gehäuses und dem Gelbgold von Lünette und Krone schafft eine visuelle Harmonie, die über die Jahrzehnte hinweg keine Falte bekommen hat.
Schließlich freuen wir uns, diese Rolex 1625 in ausgezeichnetem ästhetischem Zustand präsentieren zu können: Die Übergänge zwischen matten, gebürsteten/satinierten und glänzend polierten Flächen sind klar gezeichnet, die Bandanstöße sind ausgeprägt, das Logo auf der Krone ist präzise, die für das Modell charakteristische Lünette ist herausragend erhalten. Nach einer vollständigen Revision durch einen erfahrenen Uhrmacher arbeitet diese Turn-O-Graph innerhalb der strengsten Toleranzen.