Die Welt der Uhrmacherei war nie mehr dieselbe, seit Rolex 1953 die erste Submariner lancierte. Sie gilt heute als Referenz für Sammleruhren aller Art und hat seither unzählige weitere Sportmodelle, auch „Tool Watches“ genannt, inspiriert. Die Rolex Submariner, eine der ikonischsten und begehrtesten Uhren aller Zeiten, wurde entsprechend von zahllosen Persönlichkeiten getragen – aus den Welten des Tauchsports, der Künste, der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik. Um nur einige Namen zu nennen: Sean Connery in James Bond jagt Dr. No, Steve McQueen, Robert Redford, Alain Delon, Jacques Cousteau, Eric Clapton, Rafael Nadal und sogar Che Guevara!
Bei Amplitude° sind wir fasziniert von der Rolex Submariner. Aus der gesamten Produktion fesselt eine Vintage-Referenz besonders unsere Aufmerksamkeit: die 5513. Rolex fertigte die Referenz 5513 von 1962 bis 1989. Im Laufe dieser 27 Produktionsjahre lösten sich zahlreiche Zifferblätter ab. Traditionell werden sie in drei „große Familien“ eingeteilt: die „Gilt“-Zifferblätter (vergoldete Inschriften auf schwarzem Lack), die matten Zifferblätter und schließlich die glänzenden Zifferblätter mit weißgold gerahmten Indizes am Ende der Produktion. Innerhalb der matten Zifferblätter hat die Sammlergemeinde neun Varianten unterschieden. Die allererste – und für viele die begehrteste – ist jene, die wir hier mit Freude präsentieren dürfen: das „Meters First“-Zifferblatt, das 1966 erscheint und bis 1969-1970 beobachtet wird.
Dieses Zifferblatt unterscheidet sich von allen späteren Submariner-Zifferblättern dadurch, dass die maximale Tauchtiefe der Uhr als „200m = 660ft“ ausgewiesen wird, also mit der Angabe in Metern an erster Stelle. Bereits mit dem nächsten Zifferblatttyp wechselt Rolex – in einer Phase wachsender Bedeutung des amerikanischen Marktes – zur „Feet First“-Angabe.
Zwischen etwa 1966 und 1968 weist dieses Meters-First-Zifferblatt eine zusätzliche Besonderheit auf, die die Leuchtmasse auf den Indizes und den drei Zeigern betrifft. Rolex experimentierte in diesen Jahren nämlich mit Leuchtkomponenten auf den matten Zifferblättern und suchte nach dem richtigen Gleichgewicht, nachdem der Einsatz von Radium eingestellt worden war. Es ist die Ära der Zinksulfid-Zifferblätter (englisch „Zinc Sulfide“), von Liebhabern mitunter auch „Glowie Tritium“ genannt. Auf unserem Exemplar, gefertigt 1966 (Seriennummer 1519xxx und Gehäuseboden markiert III.66 für eine Produktion im dritten Quartal 1966), findet sich somit eine als „puffy“, schaumig bezeichnete Leuchtmasse, die eine sehr schöne, leicht ins Grünliche spielende Vanille-Patina entwickelt hat – absolut typisch für die Zinksulfid-Zifferblätter, die heute von Sammlern wegen ihrer Seltenheit hochbegehrt sind.
Dieses „Meters First, Zinc Sulfide“-Zifferblatt, bei 6 Uhr signiert „SWISS – T < 25“, dessen Leuchtpunkte bei Bestrahlung mit einer UV-A-Lampe stark aufleuchten und anschließend rasch wieder erlöschen, verleiht dieser 5513 ein besonders ausgewogenes Erscheinungsbild und trägt zu jenem Gesamteindruck zeitloser „Reinheit“ bei: lediglich zwei Textzeilen bei 6 Uhr, kein Datumsfenster, ein charakteristisches, bombiertes Domglas, ein robustes Gehäuse und ein höchst zuverlässiges Werk.
Darüber hinaus ist das Gehäuse hervorragend erhalten, mit klar definierten Fasen, und die originale Twinlock-Aufzugskrone ist nahezu 60 Jahre nach Fertigung dieser Uhr noch vorhanden. Der originale Lünetteneinsatz ist herausragend. Seine Inschriften sind besonders „fett“ gesetzt und verleihen ihm einen unter Kennern gesuchten, „massiven“ Vintage-Look; die ursprünglich schwarze Oberfläche hat eine anthrazitfarbene Patina entwickelt, die ideal mit dem tiefen Grau des Zifferblatts korrespondiert. Das Oyster-Armband mit gefalteten Gliedern aus Stahl, Referenz 9315, Endglieder 280, passt ideal und zeigt abermals eine Besonderheit: Seine Taucherverlängerung ist „PATETED“ statt „PATENTED“ gestempelt – ein Herstellungsfehler, den Sammler heute gern entdecken. In ausgezeichnetem Gesamtzustand, ist es zunehmend schwierig geworden, vergleichbare Modelle zu finden. Diese Uhr strahlt eine besondere Wärme und Präsenz am Handgelenk aus. Sie verkörpert wie keine andere die DNA der professionellen Rolex-Uhren. Vollständig von einem erfahrenen Uhrmacher revidiert, ist diese Submariner 5513 Meters First Zinc Sulfide eine Gelegenheit für alle Enthusiasten.