Die seltenen Referenzen 2525 und später 2525-1 nehmen in der Geschichte von Patek Philippe eine Sonderstellung ein. Lanciert im Jahr 1952, fällt die 2525 in eine Periode der Experimente, insbesondere im Bereich der Gehäuseentwürfe in Gold, die eine große Vielfalt an Referenzen hervorbringt – heute von Sammlern hochgeschätzt. Mit ihrem Durchmesser von 36 mm, für die damalige Zeit überdimensioniert, gelingt es ihr, zugleich unverkennbar vintage und erstaunlich modern am Handgelenk zu wirken.
Das von Wenger gefertigte Gehäuse zeigt eine raffinierte Konstruktion, die an vielleicht die am meisten verehrte Patek-Philippe-Referenz erinnert: die 2499, in derselben Epoche und ebenfalls in den Ateliers Wenger hergestellt. Die abgestufte Lünette (sogenannter „stepped bezel“), die facettierten Hörner, die versenkte Krone – jedes Element trägt zu dieser komplexen Architektur bei, die mit Reflexen und Schatten spielt. Unser Exemplar zeigt eines der am besten erhaltenen Gehäuse, die für diese Referenz aufgetaucht sind. Die Helvetia-Punzen auf zwei der Hörner – unten rechts und oben links – sind tief und klar definiert. Die Winkel der abgestuften Hörner sind scharf. Die zirkuläre Satinierung des Gehäusebodens ist subtil und vermutlich seit der Entstehung der Uhr vor 70 Jahren nie berührt worden.
Die Produktion der Referenz 2525-1, die die 2525 durch den Ersatz des aufgeklipsten/gedruckten Bodens durch einen verschraubten Gehäuseboden verbessert und robuster gestaltet, erstreckt sich über ein Jahrzehnt in zwei Serien. Unser Exemplar mit seiner Werknummer 745xxx gehört zur ersten Serie (~1953-1956) mit dem Kaliber 10-200, seltener und begehrter als die zweite Serie mit dem dickeren Kaliber 12-400 (1956-1962). Etwa 300 Exemplare der 2525-1 – über alle Serien hinweg, in Gelbgold, Roségold und Weißgold – wurden produziert, und lediglich rund dreißig wurden bislang von der Sammlergemeinschaft identifiziert.
Im Herzen dieses Stücks schlägt das Kaliber 10-200, eines der flachsten je von Patek Philippe produzierten Werke. Lanciert im Jahr 1946, verfügt dieses Kaliber mit einer Höhe von lediglich 2,55 mm über 18 Rubine, eine Gyromax-Unruh und eine Breguet-Spirale, schlägt mit einer Frequenz von 18 000 Halbschwingungen pro Stunde und zeichnet sich durch eine hervorragende Finissierung aus, die Genfer Streifen, handverzierte Kanten und gebläute Schrauben in den Vordergrund stellt. In reiner Genfer Tradition gefertigt und strengen chronometrischen Kriterien entsprechend, trägt es das prestigeträchtige Genfer Siegel.
Das Zifferblatt, Werk der Maison Stern Frères (die 1932 Patek Philippe übernimmt), zeigt die silbrig-opaline und dezent satinierte Tönung, die charakteristisch für die Patek-Philippe-Uhren aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ist. Die applizierten „Dague“-Indizes, facettiert geschliffen und perfekt proportioniert, schaffen gemeinsam mit den Dauphine-Zeigern eine vollkommene visuelle Harmonie, zentriert durch die applizierten arabischen Ziffern bei 12 Uhr. Vor allem aber ist sein Erhaltungszustand hier frappierend: Das Zifferblatt ist sublim, sämtliche Originalbeschriftungen – von Hand in die Masse des silbernen Zifferblatts graviert, anschließend schwarz emailliert und gebrannt – sind vorhanden, äußerst ausgeprägt und klar definiert. Ein seltener Umstand, denn die überwiegende Mehrheit der „gravierten-emaillierten“ Zifferblätter wurde im Rahmen aufeinanderfolgender Wartungen poliert und hat dadurch ihren ursprünglichen Glanz verloren.
Das Etui, das diese Uhr noch begleitet, ist doppelt signiert Patek Philippe und Guillermin, renommierter Pariser Händler der Place Vendôme – und steigert den Reiz dieses Exemplars zusätzlich. Diese Provenienz erklärt auch das Vorhandensein einer schönen Dornschließe aus Gelbgold mit französischer Goldpunze – dem Adlerkopf.
Der Extrait des Archives Patek Philippe, datiert auf Ende 2024, bestätigt die absolute Authentizität dieses Stücks. Wir haben es von einem erfahrenen Uhrmacher vollständig revidieren lassen, und sein Werk läuft nunmehr innerhalb strengster Toleranzen.
Heute gilt die 2525-1 als eine der vollendetsten Calatrava ihrer Epoche. Sammler schätzen diese Referenz insbesondere wegen ihrer Seltenheit und der raffinierten „Oversize“-Gehäusekonstruktion. Die schlanken Hörner, das abgestufte Gehäuse, das puristische Zifferblatt mit der Sekunde bei 6 Uhr, die versenkte Krone, das gewölbte Plexiglas – sämtliche Designelemente dieser Calatrava tragen zu einer bemerkenswerten Eleganz bei. In einem außergewöhnlichen Zustand erhalten, noch begleitet von ihrem originalen, vom renommierten Pariser Händler Guillermin signierten Etui, in einer durch Extrait des Archives Patek Philippe bestätigten Konfiguration und vollständig von einem erfahrenen Uhrmacher revidiert, stellt unser Exemplar eine seltene Gelegenheit für anspruchsvolle Sammler dar.